Schweizer Arbeitsmarkt: Vorsichtig optimistisch

Schweizer Arbeitsmarkt: Vorsichtig optimistisch

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im Zuge der Corona-Krise, so wie in anderen Ländern auch, verschlechtert. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,3% im Jahr 2019 auf 3,1% im Jahr 2020. Allerdings: Das Jahr 2019 war auch exzellent; keines der letzten 10 Jahre präsentierte einen so starken Arbeitsmarkt. Die Quote von 3,1% liegt ungefähr auf dem Niveau der Jahre 2016 und 2017 – wobei man nicht verschweigen sollte, dass sich einige Personen temporär ganz vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben, was die Zahlen nicht zeigen.

Während die Arbeitslosenquote nicht ganz so dramatisch ist, ist die Zahl der Kurzarbeiter allerdings erheblich. Beinahe 25% der Arbeitnehmer ist in Kurzarbeit und noch droht hier wenig Entlastung. Denn die betroffenen Branchen werden auch weiterhin stark unter der Corona-Krise und den Einschränkungen leiden.

Andere Branchen wiederum haben ihre Rekrutierungs-Aktivitäten kaum zurück gefahren. In einer Befragung von JobCloud und Netcomm Suisse im August 2020 gaben 73% der befragten Unternehmen an, weiter zu rekrutieren. 12% haben die Aktivitäten aktuell ausgesetzt, planen aber demnächst wieder aktiv zu werden. Nur 15% haben bis auf weiteres die Aktivitäten eingestellt.

Erläuterung

Nach der Definition von SECO (Secrétariat d’Etat à l’économie / Staatssekretariat für Wirtschaft) lag die Arbeitslosenquote in 2020 bei 3,1%.

Fünf Jahre zuvor, die 2016, lag sie bei 3,3%.

Man kann also weiterhin vorsichtig optimistisch für den Schweizer Arbeitsmarkt bleiben. Die Suche nach guten Fachkräften läuft weiter – allerdings nicht in allen Branchen.